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Sportkletterfahrt Arco 26-Jdav

Willkommen in Arco Italien!

30.08.2026

Es war wirklich eine sehr lustige, produktive und unvergessliche Fahrt. Ich glaube ich kann für alle sprechen, dass wir nächstes Jahr auf jeden Fall wieder mitkommen würden.

Ein Bericht von Runa.

Willkommen in Arco Italien! Bereitet euch auf viel Fels, noch mehr Spaß
und leider sehr viele Mückenstiche vor. Wir sind um 6:00 morgens am
22.08.2026 auf dem Parkplatz der Wupperwände in unserem Miet-bus
losgefahren. Wir waren insgesamt drei Betreuer und vier Teilnehmer. Zwei weitere der Teilnehmer waren schon in Italien und einer kam am Montagabend noch zu uns. Unsere Fahrtzeit betrug 10 Stunden und 40 Minuten. Es war zuerst eine sehr stille, danach eine sehr lustige Fahrt. Wir sind lange an der Deutsch-Österreichischen Grenze entlanggefahren und die Berge hinter der Autoscheibe waren atemberaubend. Als wir dann endlich auf unserem Campingplatz ankamen, war Jonas, einer der Betreuer, schon auf unserem Stellplatz und kochte gerade in unserer selbst gebauten Küche das Abendessen. Wir bauten alle unsere Zelte in einem Halbkreis auf und genossen erst einmal die warmen Temperaturen und den Ausblick. Kurz nachdem wir angekommen waren, kamen noch die zwei anderen Teilnehmer und wir lernten den Campingplatz etwas kennen. An unserem ersten Abend aßen wir Nudeln mit Tomatensoße. Unter unserem Tarp, wo auch unsere Küche war, war es auf der Picknickdecke sehr gemütlich.

Als wir dann am nächsten Morgen um acht Uhr aufgewacht sind, hatten wir schon unzählige Mückenstiche. Das einzige Mittel dagegen war der Mückenstift von einer der Teilnehmerinnen. Ohne ihn wären wir alle kratzend gestorben. Wir hatten jeden Tag Programm. Sei es das erste Mal Mehrseillängenklettern, normales Sportklettern in verschiedenen Gebieten oder in Arco shoppen zu gehen. Jeder zweite Laden in den verwinkelten Gassen war ein Kletterladen und als wir zum Eisladen gingen, musste immer Halt vor den Schaufenstern gemacht werden. In unserer Woche gab es zwei Regentage, die haben wir aber gut genutzt, um neue Exen, Karabiner und Kletteroutfits zu kaufen.

An einem Tag haben wir einen Ausflug zu einem See gemacht, der direkt an den Gardasee grenzt. Das Wasser war super erfrischend und angenehm. Darauf folgte der Plan einen Klettersteig mit Aussicht auf den Gardasee zu machen. Weil aber die Hälfte der Gruppe keine Lust hatte, haben wir unsere Gruppe gespalten und die eine Teilgruppe ist zu dem Klettersteig gefahren, die andere haben noch einmal Mehrseillängenklettern gemacht. Beim Parkplatz angekommen war der Aufstieg zum Klettersteig mit 10–20 Minuten eingeplant. Als wir dann endlich am Anfang ankamen, sind wir doch 1 Stunde 30 durch den Wald hochgewandert. Das Navi wusste nicht, wo wir sind und wir wussten nicht, ob wir überhaupt noch einen Klettersteig finden werden. Aber die versprochene Aussicht auf den Gardasee war vorhanden. Es wurde dann aber doch noch ganz schön. Spontan beschlossen wir noch einen Umweg zu einem Gipfel zu machen und auf dem Weg nach unten durch weitere Klettersteige zu gehen. Wir hatten leider alle zu wenig Wasser mit dabei, weil wir nicht ahnten, dass unser Ausflug so lange gehen würde. Überraschenderweise war der Abstieg viel anstrengender als der Aufstieg. Es ging sehr lange, sehr steil nach unten und wir alle haben danach unsere Waden und Knie nicht mehr gespürt. Als dann endlich das kleine Dorf in Sicht kam, wo wir auch gestartet sind, stillten wir in einem kleinen Café unseren Durst und sind dann zwei Stunden später als geplant wieder zurückgefahren. Weil es der letzte Abend war beschlossen wir in der Pizzeria am Campingplatz Pizza zu bestellen.

Wir hatten schon lange aufgegessen und es war schon dunkel, als die anderen dann auch dazu kamen. Als es dann am nächsten Morgen losging, waren wir alle noch sehr müde. Die ersten vier Stunden haben viele geschlafen, gelesen oder Lieder aus dem Radio mitgesungen. Dann hatten wir eine tolle Idee: Wir verbanden unsere Handys mit dem Auto und konnten Musik abspielen. Die meisten von uns hatten danach Millionen neuer Ohrwürmer. Von alten Schlagern (die Flippers) zu neuen Liedern, die jeder kennt, und zu nicht ganz jugendfreundlichen Rap/Hip-Hop, war alles dabei. Die Trainer bestellten in einem Restaurant Pizza vor und wir konnten dann auf der Fahrt essen. Kurz bevor wir wieder in Wuppertal ankamen, spielten wir noch einmal die größten Hits: „Sweet Caroline“, „Take me home, Country Roads“, „Lotusblume“, „Denkmal“, „Wir sagen danke schön“.

Es war wirklich eine sehr lustige, produktive und unvergessliche Fahrt. Ich glaube ich kann für alle sprechen, dass wir nächstes Jahr auf jeden Fall wieder mitkommen würden. Vielen Dank an Annik, die uns das Abseilen gelernt hat und mit uns im Wald abgeseilt hat und besonders bei den Mehrseillängen ein Profi war und uns alles geduldig erklärt und gezeigt hat. Vielen Dank an Markus, der wirklich bei jeder Situation einen einen Kopf behalten hat, selbst wenn ein Helm in den strömenden Fluss gefallen ist, und uns das Umbauen und Abseilen verständlich und sofort umsetzbar beigebracht hat. Vielen Dank an Jonas, der mit uns den Klettersteig bestiegen hat und immer den Weg vor uns freigekämpft hat und für uns viele 7a‘s eingehängt hat. Und natürlich vielen Dank an Caro, die immer mit einem guten Spruch die Stimmung gelockert hat, alles organisiert, geplant und überhaupt erst möglich gemacht hat. Und zum Schluss, Danke an alle Fahrer, dass ihr uns nach Italien und zurück kutschiert habt und dabei sogar unsere schreckliche Musik ertragen habt.

 

Ein Bericht von Runa.