Prävention

Gemeinsam Grenzen achten und Schutzräume schaffen

© JDAV
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Prävention bedeutet, aktiv hinzuschauen – bevor etwas passiert.
Wir wollen in unserem Verein eine Kultur schaffen, in der sich alle sicher und respektiert fühlen können.
Das gilt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen – auf Tour, in der Halle, auf der Hütte oder im ganz normalen Vereinsleben.

Prävention ist Vereinsarbeit - warum?

Insbesondere Kinder und Jugendliche, die in Vereinen aktiv sind, bedürfen eines besonderen Schutzes. Das Wohl dieser Kinder und Jugendlichen zu schützen und ihre geistige und seelische Entwicklung zu fördern, muss oberstes Ziel der Vereinsaktivitäten sein.

Wir haben uns zu einem Verhaltenskodex zum Schutz, von Jugendlichen und Erwachsenen und vor allem von Kindern, vor Misshandlung und Gewalt jeder Form sowie vor Diskriminierung aller Art verpflichtet. Jede*r einzelne in unserer Gemeinschaft ist aufgefordert, diesen Kodex zu bewahren – Prävention ist das Entscheidende!

 

Warum Prävention wichtig ist

(Sexualisierte) Gewalt, Grenzverletzungen oder übergriffiges Verhalten passieren leider in allen gesellschaftlichen Bereichen – auch im Sport oder Ehrenamt.


Schutz beginnt mit Haltung.

Wir wollen hinschauen, ansprechen und verhindern, dass Grenzverletzungen überhaupt Raum bekommen.
Dazu gehört auch, offen über Machtverhältnisse, Nähe und Vertrauen zu sprechen – und klare Strukturen zu schaffen, die Sicherheit geben.

 

© Jannik P.
© Jannik P.

Unsere Grundsätze der Präventionsarbeit


Achtsamkeit & Respekt: Jede*r hat ein Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit.
Transparenz: Entscheidungen, Abläufe und Beziehungen im Vereinskontext sollen nachvollziehbar und fair sein.
Schulung & Sensibilisierung: Trainerinnen, Jugendleiterinnen und Betreuer*innen werden regelmäßig geschult, um Risiken zu erkennen und angemessen zu reagieren.
Verlässliche Strukturen: Klare Regeln, feste Zuständigkeiten und dokumentierte Verfahren schützen vor Willkür und Missverständnissen.
Offene Gesprächskultur: Wer etwas beobachtet oder erlebt hat, darf darüber sprechen – ohne Angst vor Schuldzuweisungen.

 

Hier geht es um alle Arten von Gewalt. Egal wie groß oder klein. 

Du brauchst Hilfe? Hier findest du alles zu Prävention, Ansprechpartner und Vertrauenspersonen, deine Rechte und Pflichten und Hilfehotline

Egal ob in der Sektion, in der Kletterhalle, der Jugendgruppe, im Training oder auf der Hütte – in verzwickten Situationen, Verdachtsfällen und bei Fragen rund ums Thema (sexualisierte) Gewalt oder Fragen zur Kindeswohlgefährdung kannst du dich IMMER an die Vertrauenspersonen wenden.

Deine Vertrauenspersonen im DAV Wuppertal

Olli und Imke

oliver.kerstan@dav-wuppertal.de

imke.marie@dav-wuppertal.de

oder direkt an: 

praevention@dav-wuppertal.de

 

Zuständiger Vorstand im DAV Wuppertal

Peter Bannenberg

peter.bannenberg@dav-wuppertal.de

Deine Ansprechpartner im JDAV Deutschland

 

Ansprechpartner Sexualisierte Gewalt

Prävention

Prävention umfasst alle Maßnahmen, die Schutz und Sicherheit fördern – für jede und jeden.
Man unterscheidet drei Formen der Prävention:

🟢 Primärprävention
Vorbeugung, bevor Risiken überhaupt entstehen.
Beispiele: Aufklärungskampagnen, Sensibilisierung, Schulungen.

🟡 Sekundärprävention
Früherkennung von Risiken, um Gefährdungen rechtzeitig zu stoppen.
Beispiel: Erkennen von Anzeichen für Überforderung oder mögliche Grenzverletzungen.

🔴 Tertiärprävention
Begrenzung von Schäden nach einem Vorfall und Verhinderung von Wiederholungen.
Beispiel: Nachsorge, Therapie und Aufarbeitung von Vorfällen.

Kinder haben das Recht auf Schutz, Geborgenheit und Förderung.
Kinderschutz bedeutet, Kinder konsequent vor Gewalt, Vernachlässigung und Missbrauch zu bewahren.

Dazu gehören:

Schutzkonzepte: klare Regeln und Maßnahmen zum Schutz der Kinder
Sensibilisierung & Schulung: Schulung von Mitarbeitenden und Betreuungspersonen zu Themen wie Gefährdungslagen, Handlungspflichten und Meldeverfahren
Vertrauenspersonen: Ansprechstellen für Kinder bei Sorgen oder Problemen

Der Schutz vor sexualisierter Gewalt ist ein besonders wichtiger Teil unserer Präventionsarbeit.
Er erfordert klare Strukturen, Wissen und Haltung.

Unsere Maßnahmen:

Schutzkonzepte mit Fokus auf sexuelle Gewalt: klare Verhaltensregeln, Zugangsregelungen, Schulungsangebote
Verhaltenskodex: respektvolles und grenzwahrendes Verhalten als verbindlicher Standard
Aufklärung & Stärkung: Kinder und Jugendliche über Rechte und persönliche Grenzen informieren
Meldewege & Ansprechpersonen: klare Verfahren, an wen sich Betroffene wenden können

Jede Person soll sich bei uns willkommen und sicher fühlen.
Deshalb setzen wir uns aktiv für Gleichbehandlung und Teilhabe ein – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion, Alter oder Identität.

Wir fördern:

Diversitätskonzepte: eine offene, diskriminierungsfreie Vereinskultur
Schulung & Sensibilisierung: Auseinandersetzung mit Vorurteilen und unbewussten Haltungen
Niedrigschwellige Beschwerdesysteme: einfache Wege, Diskriminierung zu melden

Vertrauenspersonen spielen eine zentrale Rolle im Bereich der Prävention:

 

Zugänglichkeit: Sie stehen Betroffenen als Ansprechpersonen für Beschwerden, Sorgen und Hinweise zur Verfügung.

Unabhängigkeit: Vertrauenspersonen handeln neutral und sind unabhängig von der Leitung der Organisation.

Vertraulichkeit: Sie gewährleisten den Schutz der Privatsphäre der Betroffenen, soweit dies rechtlich möglich ist.

Prävention endet nicht an der Vereinsgrenze.
Wir alle tragen Verantwortung – im Alltag, im Freundeskreis, im Sport, in der Schule, in der Familie.

Es bedeutet:

  • Hinschauen statt wegsehen
  • Menschen ansprechen, wenn etwas nicht stimmt
  • Täter nicht schützen, sondern Haltung zeigen
  • Gegen Diskriminierung, sexualisierte Gewalt, Frauenfeindlichkeit, Ausländerfeindlichkeit und Hetze aufstehen

Der DAV Wuppertal steht für eine offene, respektvolle und bunte Gemeinschaft.
Mit unseren Werten, Schutzkonzepten, Handlungsleitfäden und Schulungen machen wir aktiv deutlich:
Wir schauen hin – und wir handeln.
 
☎️ Wichtige Anlaufstellen:


📞 Nummer gegen Kummer – Kinder & Jugendliche
Für alle Themen: Stress, Mobbing, Angst, Missbrauch, Depression, Sucht.
Anonym & kostenlos: 116 111

📞 Nummer gegen Kummer – Elterntelefon
Für Eltern und Erwachsene mit Sorgen um Kinder:
0800 111 0 550

📞 Medizinische Kinderschutzhotline
Beratung für Fachkräfte, Angehörige und Familiengerichte bei Verdachtsfällen von Kindesmisshandlung oder Missbrauch:
0800 19 210 00 (24 h erreichbar)

 

Gewaltprävention

© Firefly
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Alle Kinder haben ein Recht auf Achtung, Schutz und Förderung und auf ein gewaltfreies Aufwachsen.

 

Nicht alle Kinder in Deutschland wachsen gewaltfrei auf. Einige leiden unter körperlicher oder seelischer Gewalt, die sie z.B. zu Hause, in einer Institution oder in ihrer Peergroup erfahren und werden so massiv in ihren Rechten verletzt, die ihnen bspw. durch die UN-Kinderrechtskonvention zustehen. Es ist Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe, Kinder und Jugendliche vor Gefahren für ihr Wohl zu schützen (§ 1 Abs. 3 SGB VIII).

"Deine Grenze - Deine Entscheidung"

Ein Film über persönliche Grenzen

Um die Themen Grenzverletzungen und sexualisierte Gewalt niederschwellig in der Jugend- und Sektionsarbeit anzusprechen, gibt es jetzt den Film „Deine Grenze – Deine Entscheidung“ der JDAV.

 

Der Moderator Tobias Krell (bekannt als „Checker-Tobi“ in der ARD) führt einfach und leicht verständlich durch das Thema und zeigt Anlaufstellen in JDAV und DAV sowie externe Beratungsstellen im Hauptverband auf.

Die Vermeidung von sexualisierter Gewalt in JDAV und DAV ist ein wichtiges Ziel unseres Vereinslebens. Dabei
steht vor allem der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Fokus.
Eine Kultur der Anonymität und Distanz, begründet in der Angst, etwas falsch zu machen, lehnen wir jedoch ab. Denn Körperkontakt und Nähe sind menschliche Grundbedürfnisse!

Flyer „Sexualisierte Gewalt: Nicht mit mir“

Prävention in JDAV und DAV

Hier herunterladen (7.53MB, pdf)